Schematherapie

Im Laufe unserer Sozialisation entwickeln wir durch Lebenserfahrungen Konzepte über uns, über andere und über die Welt. Diese ermöglichen uns z.B. Situationen richtig einschätzen zu können, sich im Umgang mit anderen Menschen so zu verhalten, dass unsere Bedürfnisse möglichst gut befriedigt werden und dass wir unsere Lebensziele gut umsetzen können. 

Ist das Umfeld, in dem wir groß werden, in einzelnen oder mehreren Bereichen wenig unterstützend oder gar traumatisierend, kommt es zur Entwicklung sogenannter ungünstiger „Schemata“. Das heißt, wir interpretieren die Welt, die Reaktionen anderer und uns selbst auf eine Art und Weise, die uns schadet. Wir hängen in sogenannten „Lebensfallen“ fest. Wir fragen uns dann, warum sich Probleme wie ein roter Faden durch unser Leben ziehen, warum wir immer auf eine gewisse Art und Weise reagieren. Obwohl wir wissen, dass es uns schadet, verhalten wir uns immer wieder entsprechend unserer vertrauten Muster.

Die Schematherapie ist eine Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie, die sich darauf spezialisiert hat, diese ungünstigen Muster/Schemata zu durchbrechen. Sie integriert, auf einer wissenschaftlichen Basis, bewährte Techniken verschiedener Therapieschulen in einem transparenten Konzept. Der Fokus liegt auf der Veränderung des emotionalen Erlebens. Ziel ist somit, nicht nur Probleme über den Verstand begreifbar zu machen, sondern auch die Gefühlswelt so zu verändern, dass ein an unseren Werten orientiertes Leben möglich ist.